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"Ein Verein gehört nicht einem Menschen. Der Verein gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."

Christian Streich

Als „Mitgliederinitiative Einzigartiger Sport-Club Freiburg e.V.“ haben wir uns das Ziel gesetzt, den Weg unseres Vereins positiv zu beeinflussen. Wir wollen gemeinsam mit dem Sport-Club Freiburg e.V. einen positiven Gegenentwurf zur aktuellen Entwicklung im Profifußball gestalten und die Arbeit der Vereinsgremien kritisch begleiten.

Mitgliederversammlung Oktober 2018

Am 18. Oktober 2018 um 19:00 Uhr findet die diesjährige Mitgliederversammlung des Sport-Club Freiburg e.V. im Konzerthaus statt. Der Aufsichtsrat, Vorstand und Ehrenrat haben gemeinsam einen Antrag zur Satzungsänderung gestellt. Zudem wird der Aufsichtsrat neu gewählt.

Wir haben euch im Folgenden alle unseres Erachtens nach wichtigen Informationen zusammengestellt.

Satzungsänderung – Übersicht & Einschätzung


Wer möchte die Satzung ändern?

Aufsichtsrat, Ehrenrat und Vorstand stellen gemeinsam den Antrag auf Satzungsänderung.

Was soll geändert werden?

Für uns gibt es 4 zentrale Satzungsänderungen, die wir als Mitgliederinitiative als positiv einschätzen. Was genau geändert werden soll und warum wir dies befürworten, lest Ihr im Folgenden.

1. Präsident als neues Gremium

Heute besteht der Vorstand des SC Freiburg aus zwei hauptamtlichen Vorständen (Leki & Saier) und einem ehrenamtlichen Präsidenten (Keller).

Der Satzungsänderungsantrag sieht vor für den Präsidenten ein eigenes Vereinsorgan zu schaffen. Dadurch werden die repräsentativen Aufgaben des Präsidenten klarer von der operativen Führung des Vereins durch die hauptamtlichen Vorstände getrennt.

Bisherige Gremienstruktur:

Neue Gremienstruktur:

Unsere Einschätzung: Wir schätzen die Satzungsänderung als notwendigen Schritt ein, um den Verein professionell zu führen und langfristig die Rechtsform eines eingetragenen Vereins beizubehalten. Nur in einem eingetragenen Verein ohne Ausgliederung sind die Mitbestimmungsmöglichkeiten durch die Mitglieder garantiert. Der Vorstand als operativer Bereich braucht professionelles Personal und Handlungsfreiheit – aber immer im Rahmen der Interessenswahrung des Sport-Club Freiburg e.V.. Dies wird durch die Kontrolle des Aufsichtsrats und die Beratung des Präsidenten – die beide direkt von der Mitgliederversammlung gewählt werden – sichergestellt.

2. Mitbestimmung ab 16 Jahren

Das Mindestalter für die Stimmberechtigung soll von 18 ab 16 Jahren gesenkt werden.

Unsere Einschätzung: Seit einigen Jahren darf bei Kommunalwahlen in Baden-Württemberg ab 16 Jahren gewählt werden. Wir freuen uns, dass nun auch beim Sport-Club Freiburg das Mitbestimmungsrecht auf die jüngere Generation ausgeweitet werden soll.

3. Erweiterung der Aufgaben und Ziele des Vereins

Ein hohes soziales Engagement, gerade in der Nachwuchsarbeit, zeichnet den Sport-Club schon heute aus. Um diesen Aspekt soll nun auch die Satzung ergänzt werden, die nun auch explizit Bildungsangebote umfasst. Die bereits bestehende Positionierung gegen verfassungs- und fremdenfeindliche sowie rassistische Einstellungen wird um ein Bekenntnis gegen Sexismus sowie die Überzeugung, dass Fußball als verbindende Kraft zwischen Kulturen und Nationalitäten wirken kann, ergänzt.

Unsere Einschätzung: Diese Erweiterung schärft das Profil des Sport-Club und hebt die soziale Verantwortung hervor – für uns ein sehr positiver Schritt und ein klares Bekenntnis für einen sozialen Verein, der in der Gesellschaft verortet ist.

4. Vertretung in Verbandsgremien

Für die Übernahme von Ämtern in Gremien wie der DFL und des DFB benötigt der Vorstand zukünftig die Zustimmung des Aufsichtsrats.

Unsere Einschätzung: Durch diese Änderung organisiert der Aufsichtsrat – der direkt von der Mitgliederversammlung gewählt wird – die Vereinsvertretung bei den Verbänden und nicht die hauptamtlichen Vorstände selbst. Dies erachten wir als notwendige Beschränkung, um zu garantieren, dass Vereinsinteressen und keine persönlichen Interessen bei den Verbänden vertreten werden.

5. Sonstiges:

Dazu kommen einige weitere kleiner Anpassungen – wie das Ermöglichen von Aufwandsentschädigungen für ehrenamtlich tätige Vereinsorgane oder einige sprachliche Anpassungen – die wir insgesamt für unkritisch halten.


Wie wird abgestimmt?

Zur Satzungsänderung benötigt es eine 2/3-Mehrheit. Abstimmen dürfen alle volljährigen Mitglieder, die seit mindestens drei Monaten Mitglied des Vereins sind.

Wahlen

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung stehen zwei Wahlen an: die Wahl des Aufsichtsrats und die Wahl des Präsidenten.

Wahl des Aufsichtsrats

Zum zweiten Mal in der Geschichte des Vereins stehen dieses Jahr Wahlen zum Aufsichtsrat an. Der Ehrenrat hat alle Mitglieder des Aufsichtrsrats zur Wiederwahl vorgeschlagen.
Hier findet ihr die Kandidatenliste.

Wahl des Präsidenten

Sollte die Satzungsänderung durch die Mitglieder beschlossen werden, ändert sich der satzungsgemäße Aufgabenbereich des Präsidenten. Daher muss der Präsident im Anschluss neu gewählt werden und ist dann für drei Jahre im Amt.

Unsere Einschätzung:

Wir sehen uns zum aktuellen Zeitpunkt nicht dazu veranlasst, einzelne Kanditat*innen in Frage zu stellen. Unabhängig von unserer Einschätzung möchten wir alle Mitglieder dafür sensibilisieren sich immer genau mit den Kandidat*innen auseinanderzusetzen und zu keiner Zeit Wahlen einfach abzunicken, sondern stets bewusst und informiert zu wählen. Nur so können wir gemeinsam sicherstellen, dass der Verein im Sinne der Mitglieder geführt wird.

  • Gemeinsam für den Verein

    Ein Verein lebt von und für seine Mitglieder. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlussorgan des Vereins. Nehmt das Recht auf Mitbestimmung wahr und kommt zur diesjährigen Mitgliederversammlung. Mitbestimmung und Mitgestaltung zeigt sich nicht nur in Abstimmungen und Wahlen, sondern auch in einer kritischen Begleitung des Vereins. Wenn Ihr zukünftig an Einschätzungen der Mitgliederinitiative interessiert seid oder selbst aktiv werden wollt, tragt Euch in unseren Newsletter ein:

Rückblick: Mitgliederversammlung Oktober 2017

Am 26. Oktober 2017 fand die alljährliche Mitgliederversammlung des Sport-Club Freiburg e.V. statt. Sie war ein klares Bekenntnis zum Fortbestand des eingetragenen Vereins als geeignete Rechtsform des SC Freiburg sowie ein Ausrufezeichen für den Erhalt der 50+1-Regel.

Präsident Fritz Keller, die Vorstände Oliver Leki und Jochen Saier sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich Breit haben den Mitgliedern verdeutlicht, dass sie mit voller Überzeugung ein eingetragener Verein bleiben wollen und ein Einstieg von Investoren für sie nicht in Frage kommt. Stattdessen müsse man für den Erhalt der 50+1-Regel kämpfen. Zudem forderte Präsident Fritz Keller Ethik-Regeln für Investoren in der Bundesliga. Viel Applaus erhielt er für Aussagen wie „wir sind kerngesund und wir wollen aus voller Überzeugung Verein bleiben“ oderwir suchen keine Investoren, aber Sponsoren„.

Vorstand Oliver Leki untermauerte seinen Redebeitrag mit der Aussage, dass „Vereinsinteresse vor dem Interesse Einzelner stehen muss“. Er stellte fest, dass der Verein „finanziell auf grundsoliden Beinen steht“.

Heinrich Breit erläuterte nochmals die seit 2014 bestehende Struktur des Vereins, beschrieb die Rolle des Aufsichtsrats als „unangenehmer Ansprechpartner“ für den Vorstand und appellierte an den Präsidenten Fritz Keller sich primär seiner repräsentative Rolle im Verein zu widmen.

In einer Rede für die Mitgliederinitiative Einzigartiger Sport-Club Freiburg e.V. erläuterte Manuel Gaber aus welchen Gründen die Anträge der Mitgliederinitiative zurückgezogen wurden (Die ausführliche Erläuterung zum Rückzug der Anträge ist hier nachzulesen). Er verdeutlichte, dass die Investorenfrage, nur einen kleinen Teil der Gesamtsituation und Herausforderungen abbildet, die uns im Profifußball begegnen und freut sich über die durch die von der Mitgliederinitiative eingereichten Anträge entstandene Debatte. Er verdeutlichte die Dringlichkeit die 50+1-Regel zu wahren und sich beispielsweiße für ein gelebtes Financial Fairplay stark zu machen. Die Rede wurde mit der Ankündigung abgeschlossen, dass die Mitgliederinitiative sich langfristig engagieren wird und einem Appell an den ganzen Verein: „Wir müssen uns auf dem Weg, den wir teils bewusst, teils weil es unser Umfeld erfordert gehen, immer wieder selbst kritisch hinterfragen – damit wir nicht nur morgen und übermorgen, sondern auch noch in vielen Jahren auf unseren Verein blicken und sagen können: Mit diesem Verein identifizieren wir uns – das ist unser Sport-Club Freiburg.“

Auch wurde von der Mitgliederinitiative das Ausweichtrikot sowie die Benennung der Südtribüne zur „Sparkassentribüne“ angesprochen woraufhin der Vorstand Stellung bezog.

Es waren insgesamt 631 Mitglieder anwesend.

Rückblick: Der Antrag zur Satzungsänderung sowie die Empfehlung an den Vorstand

Wir haben als Mitgliederinitiative im Frühling 2017 einen Antrag zur Satzungsänderung sowie eine Empfehlung an den Vorstand eingereicht und veröffentlicht. Im Folgenden erläutern wir, wieso wir diese Anträge schlussendlich nicht zur Abstimmung gestellt hatten.

„Mitgliederinitiative Einzigartiger Sport-Club Freiburg e.V.“ verzeichnet umfangreiche Erfolge und stellt Anträge bei Mitgliederversammlung nicht zur Abstimmung

vom 22. Oktober 2018

Als Mitgliederinitiative Einzigartiger Sport-Club Freiburg e.V. haben wir uns das Ziel gesetzt, den Weg unseres Vereins positiv zu beeinflussen. Wir wollen gemeinsam mit dem Sport-Club Freiburg e.V. einen positiven Gegenentwurf zur aktuellen Entwicklung im Profifußball gestalten und die Arbeit des Vorstands kritisch begleiten.

In den vergangenen Wochen wurde durch die von uns vorgeschlagene Satzungsänderung ein breiter Diskurs über unsere Anliegen angestoßen. Die große positive Resonanz sehen wir als Bestätigung der Initiative.

Es wurde jedoch ebenso deutlich, dass eine starke Konzentration auf die vorgeschlagene Satzungsänderung stattgefunden hat. Diese steht für uns aber nicht im Mittelpunkt. Wir möchten eine mögliche Polarisierung, wie z.B. in Stuttgart oder Köln geschehen verhindern. Wir empfinden die momentane alleinige Fokussierung auf die Satzungsänderung und folglich die Zuspitzung auf die aktuell nicht zur Diskussion stehende Debatte um einen Einstieg von Investoren in Freiburg als nicht zielführend. Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden den von uns gestellten Antrag nicht zur Abstimmung zu stellen. Die vor einigen Monaten vorhandene Gefahr einer aus rechtlichen Gründen notwendigen Ausgliederung besteht durch ein aktuelles BGH-Urteil nicht mehr. Die anstehende Mitgliederversammlung wird daher zu einem klaren Bekenntnis zum Fortbestand des eingetragenen Vereins als geeignete Rechtsform des Sport-Club Freiburg e.V.!

Von Seiten des Vorstands haben wir die Zusicherung, dass im Falle einer notwendigen Ausgliederung die Mitglieder frühzeitig in Überlegungen zu neuen Strukturen eingebunden werden. Für uns als Initiative steht weiterhin die Begleitung einer nachhaltigen und gesunden Entwicklung des Sport-Club Freiburg e.V. und somit auch des Profifußballs in Deutschland im Vordergrund. Die letzten Wochen sehen wir als Startschuss für eine langfristig angelegte Initiative.

Wir fordern den SC-Vorstand auf, sich darüber hinaus aktiv für Regelungen einzusetzen, um die aktuelle Entwicklung des Profifußballs zu begrenzen.

Pressespiegel

2018


2017

25.10.17 | Freiburger Wochenbericht | Eine emotionale Woche
24.10.17 | Badische Zeitung | Warum die Mitgliederinitiative Einzigartiger Sport-Club Freiburg den Einstieg von Investoren frühzeitig verhindern will – und trotzdem ihren Antrag zurückzieht.
23.10.17 | Faszination Fankurve | Auf absehbare Zeit keine Ausgliederung beim SC Freiburg
19.10.17 | netzwerk südbaden | Mitgliederversammlung des SC Freiburg mit Antrag zu Investoren
19.10.17 | FüchsleTalk | Das große Ganze
09.10.17 | SWR | SC-Mitglieder beantragen Satzungsänderung
08.10.17 | Badische Zeitung | Mitglieder wollen ausschließen, dass sich der SC Freiburg mächtigen Investoren öffnet
08.10.17 | Der Sonntag | Mitglieder wollen ausschließen, dass sich der SC Freiburg mächtigen Investoren öffnet
03.10.17 | 90Min | Mitgliederinitiative: Freiburg-Fans kämpfen gegen Kommerzialisierung
30.09.17 | 11 Freunde | Wie in Freiburg gegen Kommerzialisierung gekämpft wird
29.09.17 | „Fieberwahn“ von Christoph Ruf | Anders sein als Chance – wie der SC Freiburg für die 50+1 Regel kämpft
24.09.17 | Fanzeit | Freiburg-Fans gründen Mitgliederinitiative gegen Investoreneinstieg
22.09.17 | Faszination Fankurve | SCF-Fans wollen Einstieg von Investor verhindern
02.08.17 | Anpfiff | Kaperbriefe für ausländische Investoren

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Jeder Verein lebt von dem Engagement seiner Mitglieder, so auch unsere Initiative. Wir freuen uns über Unterstützerinnen und Unterstützer, die gemeinsam mit uns die Entwicklung des Sport-Club Freiburg e.V. positiv mitgestalten wollen. Auch sind wir dankbar über Anregungen, neue Ansatzpunkte und Kritik.

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