Mit unserem Antrag auf Satzungsänderung möchten wir:

  • Mitglieder sollen Herzstück des Vereins bleiben

    Ein Verein lebt durch seine Mitglieder und das soll auch beim Sport-Club so bleiben. Investoren, Unternehmen oder Dritte sollen keine Anteile am Verein erwerben dürfen.

  • Diskussion anstossen

    Die Entscheidung über die Zukunft des Sport-Club Freiburg e.V. betrifft alle Mitglieder. Wir wollen jetzt in ruhigen Zeiten sachlich und kontrovers darüber diskutieren.

  • Die SC-Satzung ändern

    Wir möchten in der Satzung verankern, dass der Verein im Falle einer Ausgliederung 100% der Anteile halten soll. Einen Einstieg von Investoren möchten wir ausschließen. Dafür benötigen wir eine 2/3 Mehrheit bei der anstehenden Mitgliederversammlung.

  • Rahmenbedinungen für Ausgliederung schaffen

    Wir wollen heute schon Rahmenbedingungen für eine mögliche Ausgliederung schaffen und einen Verkauf von Anteilen ausschließen.

Diskussion über Investoren – Satzungsänderung

„Ein Verein ist kein Ort, um möglichst viel abzuschöpfen und zu werben, sondern ein Gemeinschaftsort.“
Christian Streich

Christian Streich hat mit diesen Worten unsere Gedanken und unsere Motivation auf den Punkt gebracht. Nicht nur aus den genannten Gründen ist die Rechtsform des eingetragenen Vereins die Richtige für den Sport-Club Freiburg. 2014 haben wir uns mit der Satzungsänderung bewusst für deren Beibehaltung, bei gleichzeitiger Professionalisierung der Strukturen und Installation eines Aufsichtsrates, entschieden.

Die Möglichkeit zur Ausgliederung der Fußballabteilung in eine Kapitalgesellschaft ist jedoch in der Satzung verankert. Zur Umsetzung wird eine Dreiviertelmehrheit in der Mitgliederversammlung benötigt. Eine Ausgliederung ist laut Satzung nur ‚nach Maßgabe der jeweils gültigen Bestimmungen des DFB und des Ligaverbandes‘ möglich. Aktuell beinhalten diese Maßgaben auch die 50+1 Regel. Es ist jedoch zu befürchten, dass die 50+1 Regel in absehbarer Zeit fallen wird.

Wir wollen daher schon heute in der Satzung verankern, dass der Verein auch im Falle einer Ausgliederung alle Anteile an einer ausgegliederten Kapitalgesellschaft halten muss. Eine Einflussnahme von Investoren wird so ausgeschlossen und die Souveränität der Mitglieder gesichert.

Wir erachten es als wichtig, die Diskussion über diese Thematik zum jetzigen Zeitpunkt in Ruhe und überlegt zu führen. In einer Phase, in der wir finanziell gut aufgestellt sind und nicht unter erhöhtem Wettbewerbsdruck stehen. Nur so können wir uns bei dieser Thematik über die langfristige Entwicklung des Vereins Gedanken machen. Nicht nur die Beispiele des HSVs und des VfB Stuttgarts zeigen, dass langfristige Gedanken schnell zu Gunsten des kurzfristig verfügbaren, zusätzlichen Kapitals zurückgestellt werden, wenn ein möglicher Investor mit einem Millionenbetrag vor der Tür steht.

Mit unserem Antrag auf Satzungsänderung werden wir sicherstellen, dass der Profifußball in Freiburg ausschließlich in den Händen des eingetragenen Vereins und damit den Mitgliedern bleibt.

Antrags-Status: zugelassen
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Fragen und Antworten zur Satzungsänderung

Du hast Fragen? Wir haben die Antworten. Sollte deine Frage nicht dabei sein, schreib uns doch einfach eine E-Mail oder sprich uns an, wir beantworten sie gerne.

Ausgliederung? Verkauf von Anteilen? Erklärt mir das bitte nochmal.

Der Sport-Club Freiburg e.V. ist in der Bundesliga einer der letzten eingetragenen Vereine. Viele Vereine haben mittlerweile ihre Profimannschaft ausgegliedert, also eine Kapitalgesellschaft gegründet (beispielsweise eine AG oder GmbH), um dadurch unternehmerischer agieren zu können. Diese Möglichkeit ist auch in der Satzung des Sport-Club Freiburg e.V. verankert.

Die sogenannte „50+1 Regel“ schreibt aktuell fest, dass auch im Falle einer Ausgliederung, stets die Mehrheit der Stimmanteile beim Verein bleiben müssen. Vereine können jedoch bereits heute Kapitalanteile an Investoren verkaufen. Dies möchten wir in Freiburg verhindern.

Seid ihr für die Ausgliederung der Profiabteilung?

Zum jetzigen Zeitpunkt halten wir die Rechtsform des eingetragenen Vereins für den Sport-Club Freiburg für richtig. 2014 haben wir uns mit der Satzungsänderung auf der Mitgliederversammlung bewusst für deren Beibehaltung, bei gleichzeitiger Professionalisierung der Strukturen und Installation eines Aufsichtsrates, entschieden.

Mit der angestrebten Satzungsänderung sollen die Rahmenbedingungen einer, theoretisch möglichen, Ausgliederung definiert werden.

Dennoch bevorzugen wir die Rechtsform des eingetragenen Vereins und lehnen eine Ausgliederung zum heutigen Zeitpunkt ab.

Was ist das Ziel eurer Satzungsänderung?

Mit der Satzungsänderung soll sichergestellt werden, dass auch in Zukunft 100% der Anteile im Besitz des eingetragenen Vereins bleiben. Der Verkauf von Anteilen, an einen Investor oder Partner, wird dadurch ausgeschlossen.

Dadurch stellen wir sicher, dass der Profifußball in Freiburg auch langfristig ausschließlich in den Händen seiner Mitglieder bleibt.

Was spricht gegen den Verkauf von Anteilen?

  • Wir wollen ausschließen, dass der Verein und somit die Mitglieder stark an Einfluss verlieren. Die Möglichkeit zur demokratischen Mitbestimmung und Einflussnahme soll auch zukünftig bei den Mitgliedern liegen. Stimmanteile an einer ausgegliederten Fußballabteilung für eine einzelne Person oder Unternehmen lehnen wir ab.
  • Ein Verkauf von Anteilen führt zu Identifikationsproblemen bei Mitgliedern & Fans.
  • Durch den Verkauf von Anteilen steht der Fußballabteilung nur einmalig frisches Kapital zur Verfügung. Ein langfristiger Vorteil ist nicht garantiert. Wir sind überzeugt, dass es für Unternehmen, die ihre Partnerschaft mit dem Verein intensivieren möchten, andere Möglichkeiten gibt, die die Stellung des eingetragenen Vereins nicht beeinträchtigen.
  • Unternehmen handeln immer nach wirtschaftlichen Interessen. Ein fremdes, am Verein beteiligtes Unternehmen, wird daher auch immer seine eigenen Interessen verfolgen und diese nie komplett zurückstellen. Das gilt selbstverständlich auch, wenn ein regionaler Bezug vorhanden ist. In guten Zeiten kann die Zusammenarbeit zwischen eingetragenem Verein und Investor partnerschaftlich funktionieren. In Krisenzeiten, egal ob für den Verein oder den Investor, kann ein zusätzlicher Akteur mit Eigeninteressen dem Verein schaden. Es sind genügend warnende Negativbeispiele von Anteilseignern bekannt, die in schlechten Zeiten öffentlich Forderungen an die Verantwortlichen der Fußballabteilung gestellt haben.
  • Ein Verkauf von Anteilen an einen Investor erhöht auch die Abhängigkeit von diesem. Dies stellt ein zusätzliches Risiko dar.
  • Auch bei einem Verkauf von Anteilen ohne Stimmrecht ist nicht auszuschließen, dass ein Investor versucht direkt oder indirekt Einfluss zu nehmen.
  • Eine ausgegliederte Fußballabteilung, die zu 100% im Besitz des Vereins ist, garantiert eine weiterhin ruhige Atmosphäre. Das ruhige Umfeld in Freiburg war immer eine Stärke des Vereins. Schnelle und einfache Entscheidungsprozesse bleiben weiterhin bestehen und können einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Clubs mit Investoren mit großem Einfluss darstellen.

Warum soll der Sport-Club Freiburg e.V. keine Anteile ohne Stimmrecht verkaufen dürfen?

Selbst beim Verkauf von Anteilen ohne Stimmrecht gehen wir davon aus, dass der Investor versuchen wird, Einfluss auf den Verein zu nehmen, um seine Interessen durchzusetzen. Dabei ist es ganz egal ob dieser über keine oder weniger als die Hälfte der Stimmrechte verfügt. Es gibt in der Deutschland zahlreiche Beispiele dafür, unter anderem 1860 München oder Jahn Regensburg.
Außerdem hat ein Investor immer noch die Möglichkeit, den Weg über die Öffentlichkeit zu gehen und so Druck aufzubauen.

Ein Verkauf von Anteilen kann doch bald notwendig sein um in der Bundesliga finanziell bestehen zu können?

Durch den Verkauf von Anteilen steht nur einmalig frisches Kapital zur Verfügung. Ein langfristiger Wettbewerbsvorteil ist damit nicht garantiert. Wir sind überzeugt, dass es für Unternehmen, die ihre Partnerschaft mit dem Verein intensivieren möchten, andere Möglichkeiten gibt, die die Stellung des eingetragenen Vereins nicht beeinträchtigen.
Unsere Position ist daher: Zusammenarbeit mit Partnern & Sponsoren: ja – Verkauf von Anteilen an Investoren: nein

Warum stellt ihr zum jetzigen Zeitpunkt den Antrag auf Satzungsänderung? Darüber kann doch im Konzept für eine Ausgliederung abgestimmt werden?

Wir erachten es als wichtig, die Diskussion über diese Thematik zum jetzigen Zeitpunkt zu führen. Unaufgeregt und in Ruhe. In einer Phase, in der wir finanziell gut aufgestellt sind und nicht unter erhöhtem Wettbewerbsdruck stehen.

Nicht nur das Beispiel des VfB Stuttgart zeigt, dass langfristige Gedanken schnell zu Gunsten des kurzfristig verfügbaren, zusätzlichen Kapitals zurückgestellt werden, wenn ein möglicher Investor mit einem Millionenbetrag vor der Tür steht.

Durch die Satzungsänderung konkretisieren wir die Rahmenbedingungen unter denen der Vorstand ein Konzept zur Ausgliederung erarbeiten darf.

Mitmachen, diskutieren und teilen

Jeder Verein lebt von dem Engagement seiner Mitglieder, so auch unsere Initiative. Wir freuen uns über Unterstützerinnen und Unterstützer, die gemeinsam mit uns die Entwicklung der Sport-Club Freiburg e.V. positiv mitgestalten wollen. Auch sind wir dankbar über Anregungen, neue Ansatzpunkte und Kritik.

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